CUPED · Varianz-Reduktion

CUPED (Controlled-experiment Using Pre-Existing Data) reduziert die Varianz der Zielmetrik, indem es eine Vorperioden-Kovariate herausrechnet. Gleiches Signal — weniger Rauschen — schärfere Tests.

Eingaben

Variante A (Kontrolle)
Variante B (Behandlung)
Testparameter

Ergebnis

Naiv vs. CUPED — Standard Error

Wie CUPED funktioniert

CUPED justiert jeden Beobachtungswert Y um das, was die Kovariate X aus der Vorperiode erklärt:

Ycuped = Y − θ̂ · (X − X̄pool)

wobei θ̂ = cov(X, Y) / var(X) = ρ · σY / σX auf den gepoolten Daten beider Varianten geschätzt wird — sonst würde die Schätzung den Treatment-Effekt verzerren.

Die Varianz sinkt auf: var(Ycuped) ≈ var(Y) · (1 − ρ²)

Mit ρ = 0,6 sinkt die Varianz um 36 %, der Standard Error um 20 %. Das entspricht einer Stichproben-Ersparnis von 36 %: Du brauchst nur 64 % der ursprünglichen Besucher, um dieselbe Power zu erreichen.

Wichtig: CUPED ändert nichts am Erwartungswert des Treatment-Effekts — nur am Rauschen. Je höher ρ, desto mehr gewinnt man. Bei ρ = 0 ist CUPED wirkungslos.